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Tennis-Doppelspieler kritisieren ATP scharf: "Keine kleine Anpassung"

Kürzungen? Scharfe Kritik an die ATP

Die ATP sorgt mit einer geplanten Kürzung für Unverständnis bei einigen Tennis-Stars. Ab 2028 sollen demnach weniger Doppelspieler an Turnieren teilnehmen können.
Am dritten Tag in Wimbledon ziehen die Topgesetzten Jannik Sinner und Aryna Sabalenka in die nächste Runde ein. Aus deutscher Sicht verläuft der Tag ernüchternd.
Die ATP sorgt mit einer geplanten Kürzung für Unverständnis bei einigen Tennis-Stars. Ab 2028 sollen demnach weniger Doppelspieler an Turnieren teilnehmen können.

Führende Doppelspieler sehen die Zukunft ihrer Disziplin ernsthaft gefährdet und schlagen laut Alarm. „Dies ist keine kleine Anpassung“, heißt es in einem Statement, das unter anderem der Weltranglistenerste Henri Patten aus Großbritannien als Reaktion auf geplante Strukturreformen der ATP teilte: „Es ist ein Plan, Doppel als tragfähigen Beruf abzuschaffen – getarnt als Kosteneinsparungsmaßnahme.“

Bei einem Treffen in Wimbledon in dieser Woche stellte die ATP ihren umstrittenen Plan vor, der offenbar eine Halbierung der Startplätze bei den Tourevents vorsieht. Demnach könnten bei Masters-Turnieren künftig nur noch 16 und bei kleineren Turnieren lediglich acht Teams antreten.

Stars schlagen Alarm: „Es wird unmöglich sein, davon zu leben“

„Es ist einer der erfolgreichsten Bereiche des Tennissports – und auch ein fester Bestandteil des Amateursports – und birgt das Potenzial für so viel mehr“, hieß es in der Erklärung, die zahlreiche Profis am Freitag veröffentlichten. Das Doppel gehöre zur „Identität dieses Sports“. Die Vorschläge der ATP würden jedoch einen starken Einfluss auf die Verdienstmöglichkeiten von Männern haben, die nicht ganz oben in der Weltrangliste stehen.

„Rechnen Sie selbst aus, was das für alle bedeutet, die nicht unter den Top 30 sind: Es wird unmöglich sein, davon zu leben“, hieß es in dem Statement. Der Plan werde „fast ohne Transparenz und fast ohne Rücksprache mit den Spielern durchgesetzt, deren Karrieren und Lebensgrundlagen auf dem Spiel stehen.“

Tennis: Mexed-Wettbewerb bei den USA Open sorgte für Unruhe

Schon im vergangenen Jahr hatte der neue Mixed-Wettbewerb bei den US Open für Diskussionen gesorgt. Das Turnier war modifiziert und an zwei Tagen mit nur 16 Teams durchgezogen worden. Auch die Nominierungskriterien wurden geändert: Neben den Top-Einzelspielern der Tour, die sich über ihre Ranglistenposition qualifiziert haben, gab es Wildcards. Für klassische Doppelspieler war unter diesen Umständen praktisch kein Platz.