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Wimbledon: Mit nur 21 Jahren schreibt sie schon Geschichte

Auf dem Weg zur Nationalheldin

Alexandra Eala schreibt Sport-Geschichte für ihr Heimatland. Mit 21 Jahre ist sie schon so etwas wie eine Nationalheldin.
Wimbledon gilt als eines der großen Tennis-Highlights des Jahres. SPORT1 hat die wichtigsten Infos und Fakten zum dem prestigeträchtigen Event zusammengefasst.
Alexandra Eala schreibt Sport-Geschichte für ihr Heimatland. Mit 21 Jahre ist sie schon so etwas wie eine Nationalheldin.

Aus der Ferne sieht das weiße Cap von Alexandra Eala ganz normal aus. Eine Besonderheit ist bei der Kopfbedeckung nicht zu vermuten. Und doch: Je näher man kommt, desto deutlicher wird eine gestickte Botschaft in der Sprache Tagalog: „Kapag lumago, hindi na hihinto“ steht dort.

Übersetzt bedeutet das: „Wenn es erst einmal wächst, ist es nicht mehr aufzuhalten.“ Unaufhaltsam scheint die Tennisspielerin von den Philippinen derzeit tatsächlich zu sein. In Wimbledon schreibt sie für ihre Heimat schon wieder Geschichte.

Denn nach dem 3:6, 6:2, 6:0 gegen Maya Joint ist Eala in die dritte Runde eingezogen. Das schaffte aus ihrem Land zuvor bei einem Grand Slam noch niemand. Kein Wunder, dass die Freude riesig war. Erst streckte die Heldin eine Faust in die Höhe, bevor sie ihre Begeisterung herausschrie und sich von den Fans auf Court 3 feiern ließ. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)

„Das klingt wirklich beeindruckend“, war Eala aus dem Häuschen: „Es ist etwas Wunderbares für mich, das für mein Land tun zu können, aber ich denke, es ist auch jedes Mal sehr emotional, wenn ich eine neue Hürde nehme oder Neuland betrete, einfach weil es auch persönliche Ziele und persönliche Erfolge sind.“

Eala schreibt Tennis-Geschichte

Sie betonte: „Das sind Dinge, für die ich wirklich hart gearbeitet habe. Das sind Dinge, für die mein Team wirklich hart gearbeitet hat. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich das mit der ganzen Nation teilen kann, aber ich denke, in erster Linie macht es mich wegen der Arbeit, die ich investiert habe, unglaublich stolz.“

Das kann die 21-Jährige auch sein. Immerhin hat sie für ihren großen Traum ihre Heimat früh hinter sich gelassen – und zwar um mehr als 11.500 Kilometer! Denn geboren ist die Spielerin in Quezon City auf den Philippinen. Mit vier Jahren begann sie mit dem Tennis. Und im Alter von 13 Jahren wagte sie schon den ganz großen Sprung.

Eala zog kurzerhand um und entschied sich, ihr Glück in der Rafael-Nadal-Akademie auf Mallorca zu versuchen. Fernab ihres gewohnten Umfelds auf den Philippinen entwickelte sich die Teenagerin auf der Baleareninsel zu einem großen Talent und schaffte 2021 schließlich ihr Debüt auf der WTA-Profitour.

Zuletzt nahm die Karriere der Linkshänderin richtig Fahrt auf. Im November 2025 schaffte sie es als erste Spielerin ihres Landes in die Top 50 der Weltrangliste. Im Juni 2025 erreichte Eala als erste Landsfrau ein Finale auf der Tour.

Eine Sportlerin wie Eala gab es auf den Philippinen nie

Es muss kaum erwähnt werden, dass der aktuelle Weltranglistenplatz 29 nie zuvor von einer Tennisspielerin des Inselstaates annähernd erreicht wurde.

Dabei erfüllt es Eala mit großem Stolz, ihre Heimat zu repräsentieren. Auf ihrem Outfit in Wimbledon findet sich neben dem Schriftzug auf der Cap auch eine Abbildung der Sampaguita-Blüte, die in dem Urlaubsparadies wächst. „Ich finde es sehr bewegend, bestimmte Dinge tragen zu können – oder besser gesagt, Teile meiner Kultur mit auf den Platz zu nehmen. Denn das ist natürlich ein wesentlicher Grund dafür, wer ich bin“, sagte Eala. „Ich glaube, meine Herkunft ist ein wichtiger Teil meiner Identität und ein wichtiger Teil dessen, wer ich in Zukunft werden möchte.“

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Schon bald dürfte sie eine Nationalheldin sein. Denn große Sportler haben die Philippinen bisher kaum hervorgebracht. Der breiten Masse in Europa dürfte lediglich Box-Star Manny Pacquiao ein Begriff sein.

Nun könnte Eala mit nur einem weiteren Sieg eine ganz neue Stufe des Bekanntheitsgrades erreichen. Es wartet immerhin das Duell mit Titelverteidigerin Iga Swiatek. Übrigens hat Eala sie bereits 2025 in Miami deutlich geschlagen. Nun soll der Frau von den Philippinen erneut das besondere Outfit zum Sieg verhelfen. Bei Zweifeln muss Eala nur ihr Cap genau betrachten.