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Wimbledon: Final-Drama! Zverevs Traum platzt gegen Sinner

Final-Drama! Zverevs Traum platzt

Alexander Zverev verpasst seinen Premierentitel in Wimbledon. Der deutsche Topstar scheitert nach einem hochklassigen und dramatischen Finale an Jannik Sinner.
Alexander Zverev muss sich beim Rasenklassiker in Wimbledon mit dem zweiten Platz begnügen. In einer hochklassigen Partie zog er gegen Jannik Sinner den Kürzeren.
Alexander Zverev verpasst seinen Premierentitel in Wimbledon. Der deutsche Topstar scheitert nach einem hochklassigen und dramatischen Finale an Jannik Sinner.

Der Traum vom ersten Titel in Wimbledon ist für Alexander Zverev geplatzt. Der Hamburger scheiterte fünf Wochen nach seinem Triumph von Paris im Endspiel in London mit 7:6, 6:7, 3:6, 4:6 an Jannik Sinner. Für Zverev ist es in seinem fünften Major-Finale die vierte Niederlage. Er wäre der erste Spieler seit der Einführung der Open Era 1968 gewesen, der nach seinem ersten Titel direkt beim folgenden Major den zweiten Sieg gefeiert hätte. Beide Topspieler lieferten sich einen hochklassigen und dramatischen Kampf, der die Zuschauer und zahlreiche Stars begeisterte. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)

Kleiner Trost: Als Verlierer des Endspiels kassiert er nun immerhin ein üppiges Preisgeld in Höhe von umgerechnet 2,11 Millionen Euro. Während es der fünfte Grand-Slam-Titel für den Südtiroler und der zweite Erfolg in Wimbledon nach 2025 ist, wartet Deutschland nach 35 Jahren weiter auf einen Champion auf dem heiligen Rasen von London. Zuletzt stand mit Boris Becker ein deutscher Spieler 1995 im Finale, aber er verlor in vier Sätzen gegen Pete Sampras (7:6, 2:6, 4:6, 2:6). Letzter Sieger aus der Bndesrepublik bleibt somit Michael Stich. Der 57-Jährige gewann 1991 gegen Boris Becker und war nun bei Prime als Kommentator am Mikrofon. Ebenso wie Stich ist auch Zverev Hamburger und beide verbindet eine gemeinsame Geschichte.

Im Jahr 2013 gab die Legende dem damals 16 Jahre jungen Zverev als Turnierdirektor in Hamburg eine Wildcard und öffnete damit die Tür zum Profitennis. Bereits ein Jahr später erreichte Zverev in seiner Heimatstadt das Halbfinale und Stich schaute als Turnierdirektor zu.

Schrecksekunde um Zverev

Nun wollte Zverev erneut vor den Augen einer seiner Förderers deutsche Tennisgeschichte schreiben. Größer hätte die Aufgabe aber kaum sein können. Mit Sinner wartete der Titelverteidiger und sein Angstgegner, gegen den er die letzten neun Matches zuvor allesamt verloren hat. Und ausgerechnet vor dem Endspiel fand der Südtiroler wieder zu seiner besten Form – das unterstrich das dominante 6:4, 6:4, 6:4 gegen den letztlich chancenlosen Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic.

Der erste Satz wurde schon zum Nervenkrimi, in dem beide Stars Satzball hatten. Schließlich holte der Deutsche den Tiebreak nach mehr als einer Stunde aber mit 9:7 und ging voller Freude bereits in die Knie zum Jubel. Kein Wunder: Immerhin hatte Sinner in den Duellen zuvor 14 Sätze in Serie gewonnen gegen den 29-Jährigen.

Auch Satz zwei zog sich mehr als eine Stunde und fand das Ende im Tiebreak. Dort drehte Sinner aber auf, retournierte auf Weltklasseniveau und gewann 7:2. Somit glich er im einsetzenden Schatten nach Sätzen aus. Satz drei hatte ebenfalls ein kleines Drama parat. Beim Stand von 3:3 hatte Zverev einen Breakball, rutschte dann aber aus und hatte kurz Schmerzen im Knie. Wenig später stand es 3:6 aus deutscher Sicht.

Zverev kämpfte, doch sein Kontrahent wurde immer besser und holte sich im vierten Durchgang das entscheidende Break zum 4:3. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen und gewann mit 6:4. Zverev muss damit weiter auf den zweiten Grand-Slam-Erfolg warten. Der 29-Jährige wäre der 14. Spieler in der langen Geschichte des Sports gewesen, dem innerhalb weniger Wochen der Titel-Doppelpack in Paris und im All England Club gelungen wäre.

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