Die Vergabe der Wildcards für die US Open sorgt für Diskussionen. Speziell der Verzicht auf den früheren Champion Stan Wawrinka, der sich auf Abschiedstournee befindet, sorgt für großes Unverständnis.
US Open: Großes Unverständnis nach Wildcard-Entscheidung
Diese Entscheidung sorgt für Entsetzen
„Ausgerechnet die US Open, die Meister in Show und Inszenierung, verzichten groteskerweise freiwillig auf eine letzte Party mit ‚Stan the Man‘. Und machen sich so zum Partycrasher“, hielt der Schweizer Blick in einem Kommentar fest.
Bei tennisnet.com waren ähnliche Töne zu vernehmen. Die US Open hätten mit der Entscheidung gegen eine Wildcard das „unrühmliche Ende von Wawrinkas Grand-Slam-Karriere zu verantworten“.
Wawrinka, mittlerweile 41 Jahre alt, wird seine Karriere nach der Saison beenden. Da der Schweizer nun nicht beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres an den Start gehen kann, heißt das, dass seine Erstrunden-Niederlage gegen Matteo Berrettini in Wimbledon sein letzter Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier war.
US Open: „Sehr unschöne Geste gegenüber einem Turniersieger“
Die Entscheidung der US Open sorgt vor allem deshalb für Verwunderung, weil Wawrinka 2016 die US Open gewonnen und dort insgesamt 17-mal im Hauptfeld gestanden hatte.
„Das ist eine sehr unschöne Geste gegenüber einem Turniersieger, der in der Sportwelt so beliebt ist“, kritisierte der spanische Journalist José Moron. Sein Kollege José Morgado aus Portugal polterte: „Das ist beschämend.“
Dass statt Wawrinka Gael Monfils eine Wildcard für die US Open erhielt, heizt die Debatte zusätzlich an. Der Franzose, der sich ebenfalls im Spätherbst seiner Karriere befindet, habe diese „im Rahmen einer gegenseitigen Vereinbarung mit der FFT“ verliehen bekommen, wie die US Open mitteilten.
Bei diesem Austauschsystem profitieren in New York französische Spieler, während amerikanische Profis im Gegenzug bei den French Open bevorzugt berücksichtigt werden.