Nach dem US-Open-Triumph von Alexander Zverev hat sich Tennis-Legende Boris Becker schützend vor Deutschlands Nummer eins gestellt. Im Podcast „Becker Petkovic“ mit Andrea Petkovic kritisierte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger die Stimmen, die Zverevs Erfolg mit dem Fehlen oder der Verletzung wichtiger Konkurrenten relativieren.
Becker knöpft sich Zverev-Kritiker vor
Becker knöpft sich Zverev-Kritiker vor
Becker kann für diese Argumentation wenig Verständnis aufbringen. „Ich fand es ein bisschen schade, dass danach wieder die Kritiker kamen und sagten: Er hat nur gewonnen, weil Alcaraz und Sinner nicht mitgespielt haben. Oder Alcaraz hat mitgespielt und Sinner war verletzt. Oder, er hatte eine leichte Auslosung.“
Dann wurde die deutsche Tennis-Legende noch deutlicher: „Ich finde es eigentlich eine bodenlose Frechheit und eine unglaubliche Respektlosigkeit gegenüber seiner Leistung.“
Becker: Zverev sollte den Respekt bekommen, den er verdient
Der frühere Weltranglistenerste wies darauf hin, dass Zverev keinerlei Einfluss auf die personellen Umstände eines Turniers habe. „Er kann nichts dafür, wenn Sinner sich vorher verletzt. Er kann nichts dafür, dass Alcaraz sich vier Monate lang verletzt hat und zum Glück wieder dabei ist und im Viertelfinale gegen Shelton verliert. Er kann nichts dafür, wenn seine Gesetzten in seiner Hälfte alle früher verlieren. Er kann immer nur den Gegner schlagen, gegen den er auf dem Platz antreten muss.“
Die ständige Relativierung von Zverevs Leistungen sei für ihn nicht nachvollziehbar. „Wäre das eine Eintagsfliege, ok. Der steht zum dritten Mal im Finale eines Grand Slams in Folge. Eigentlich muss er in Melbourne, wo er im Halbfinale gegen Alcaraz für das Match serviert, auch im Finale stehen. Der Junge hätte bei allen vier Grand Slams im Finale stehen können“, erklärte Becker
Für Becker ist Zverevs Entwicklung deshalb längst nicht mehr nur ein kurzfristiger Erfolg. Der 29-Jährige habe sich dauerhaft in der Weltspitze etabliert. „Er ist der aktuelle Roland-Garros-Sieger, Wimbledon-Finalist. Jetzt muss man ihm im Herbst seiner Karriere auch mal den Respekt zollen, den er verdient. Ich habe jetzt keine deutsche Kappe auf. Ich sehe es als Sportler, als Tennisspieler. Man muss den Spielern den Respekt geben, die einfach ihre Leistung bringen.“
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.