Ben Shelton hat bei den US Open für den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere gesorgt. Der 23-Jährige rang im Viertelfinale Carlos Alcaraz in fünf Sätzen nieder und setzte sich anschließend im rein amerikanischen Halbfinale gegen Frances Tiafoe mit 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 durch.
„Bullshit“-Moment weckte Shelton auf
„Bullshit“-Moment weckte Shelton auf
Damit steht der Linkshänder erstmals in einem Grand-Slam-Endspiel und trifft um 20 Uhr auf Alexander Zverev (US Open 2026 täglich im LIVETICKER). Der Finaleinzug ist auch die Antwort auf einen schmerzhaften Sommermoment.
In Wimbledon hatte Shelton gegen den finnischen Qualifikanten Otto Virtanen im entscheidenden Match-Tiebreak bereits 8:5 geführt, verlor aber noch 9:11. Virtanen, 140. der Weltrangliste, wehrte dabei einen Matchball ab; Shelton schied als Nummer vier der Setzliste in der ersten Runde aus.
Wimbledon-Niederlage wird zum Weckruf
An diese Szene erinnerte sich Shelton im Gespräch mit The Athletic genau. Als er auf die Anzeigetafel blickte sei ihm nur durch den Kopf gegangen: „Was ist das für ein Bullshit?“ Die Enttäuschung wich einer schonungslosen Analyse: mentale Aussetzer, ein zu schwacher Return und unpräzise Ballwechselgestaltung bei eigenen Breakchancen.
„Ich glaube, dass ich noch ein rohes Talent bin“, sagte Shelton The Athletic. „Ich fühle mich nicht annähernd so ausgereift wie irgendeiner der Jungs in den Top Ten.“ Der Amerikaner erkannte, dass sein wuchtiger Aufschlag und die explosive Vorhand allein nicht genügen, wenn Gegner ihm mit stabilen Returns und konsequenter Länge den Rhythmus nehmen.
In New York hielt sein Backhand-Duellspiel dem Druck deutlich besser stand als in den Monaten zuvor. Shelton verlängerte die Rallys, blieb nach dem verlorenen ersten Satz gegen Tiafoe geduldig und übernahm danach zunehmend die Kontrolle. Sein Sieg brachte ihm nicht nur das Ticket für das Endspiel, sondern auch den Beweis, dass er schwierige Matchphasen inzwischen überstehen kann.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.