Alexander Zverev hat die US Open in vier Sätzen gewonnen – doch schon nach zwei Sätzen war klar, dass es für den Deutschen in die richtige Richtung geht. Das lag einerseits an der ordentlichen Leistung des Hamburgers, aber auch an einer nervösen Vorstellung seines Gegners Ben Shelton.
Petkovic von Zverevs Gegner verwundert
Petkovic von Zverevs Gegner verwundert
Ex-Tennisprofi Andrea Petkovic fand bei Sky nach dem 2. Satz klare Worte für Shelton, der in seinem ersten Grand-Slam-Finale steht. „Ich kann verstehen, dass er nicht sein bestes Tennis spielt. Es ist so ein großes Stadion, so viel steht auf dem Spiel für ihn. Aber taktisch verstehe ich nicht, was er macht“, wunderte sich die 39-Jährige.
Petkovic vermisste bei Shelton auch, dass er häufiger den Weg ans Netz sucht, da er von der Grundlinie häufiger den Kürzeren zog.
Petkovic verwundert: „Verstehe taktisch nicht, was er macht“
„Der einzige Spieler bei diesem Turnier, der Alexander Zverev in große Gefahr gebracht hat, war Lorenzo Sonego. Was hat der gemacht? Serve-and-Volley gespielt. […] Und Ben Shelton hat ja die Fähigkeit, ans Netz zu gehen. Aber er versucht, es von hinten zu spielen. Alexander Zverev ist nach Jannik Sinner und Carlos Alcaraz der beste Grundlinienspieler. Da wird Ben Shelton nicht gewinnen. Deswegen verstehe ich taktisch nicht, was er macht“, wurde die ehemalige Nummer neun der WTA-Weltrangliste deutlich.
Von der Grundlinie sei Zverev „heute nicht vier, sondern zehn Klassen besser“. Auch die Aufschlagsgeschwindigkeit des US-Amerikaners sorgt bei Petkovic für Verwunderung.
„Alexander Zverev hat mit 147 Meilen (236 km/h) den schnellsten Aufschlag gespielt. Ben Shelton hat die Fähigkeit, bis an die 150 Meilen (241 km/h) zu gehen. Wieso macht er das nicht häufiger?“, sagte Petkovic.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass Sheltons sichtbare Nervosität verhindert, dass sein Arm nicht ganz so frei wie üblich läuft und er deshalb nicht an seine Spitzengeschwindigkeiten herankommt.
Zverev gewann die ersten beiden Sätze mit 6:3 und 7:6 (7:2). Dann steigerte sich Shelton und gewann den dritten Satz mit 7:5, ehe Zverev das Match mit 6:2 beendete.