Alex Michelsen hat bei den US Open zum ersten Mal das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der 22 Jahre alte US-Amerikaner ist aktuell die Nummer 46 der Welt und gab auf dem Weg dorthin keinen Satz ab. Am Dienstag trifft er auf seinen Landsmann Frances Tiafoe. Sein belgischer Trainer Kristof Vliegen sieht vor allem eine Eigenschaft als Schlüssel für diesen Erfolg: Michelsen sei „so ein Kämpfer“.
Eine bemerkenswerte Leistung
Eine bemerkenswerte Leistung
Vliegen und Michelsen fanden während der Shanghai-Woche 2025 zusammen, zunächst für eine dreiwöchige Testphase bei den Turnieren in Almaty, Wien und Paris. Ende November nahm der Coach dann die Arbeit in Los Angeles auf, nachdem sein Spieler mehrere Erstrunden-Niederlagen erlebt hatte. „In seinem Kopf ist es nicht normal, dass er gegen irgendjemanden verliert – selbst auf Sand gegen einen guten oder schlechten Sandplatzspieler“, sagte Vliegen im Gespräch mit L’Équipe.
Der Coach erinnerte auch an Michelsens schwierige Phasen in dieser Saison. Bei Roland Garros verletzte sich der Amerikaner laut Vliegen im dritten Durchgang gegen Jodar am Bauch, nachdem er bereits mit zwei Sätzen zu einem geführt hatte. In Wimbledon verspielte er nach einer 2:0-Satzführung in der ersten Runde den Rhythmus. „Er merkt nicht, dass es nicht einfach ist, zurückzukommen, wenn man einen Monat nicht gespielt hat. Nicht jeder ist Carlos Alcaraz“, so Vliegen weiter.
Michelsen: Vorhand als entscheidende Waffe
Der Weg zurück führte über das Challenger-Turnier in Bloomfield Hills, bei dem Michelsen im Entscheidungssatz gegen Aidan Mayo beim Stand von 7:6 nur knapp eine Auftaktniederlage vermied. Seit dem Titelgewinn dort habe er wieder konstant stark gespielt, so Vliegen. Besonders die Vorhand des Amerikaners rückt in den Mittelpunkt: Beim Achtelfinalsieg gegen Tomas Martín Etcheverry schlug Michelsen vier Rückhand-Winner, aber 25 direkte Punktgewinne mit der Vorhand.
Michelsen bleibt dabei abseits des Courts auffallend ruhig, obwohl er im US-Ranking hinter Brandon Nakashima und seinem engen Freund Learner Tien liegt. „Er sagte, sie hätten es verdient, sie seien stärker als er und spielten im Moment besser“, berichtete Vliegen. Auf dem Platz werde die lockere Atmosphäre unter den US-Profis jedoch sofort zur Nebensache: „Wenn sie gegeneinander spielen, sind sie alle Konkurrenten.“
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.