Matteo Berrettini hat bei den US Open die Schattenseiten des Wettbooms im Tennis offengelegt. Nach seinem Sieg gegen Stan Wawrinka berichtete der Römer von bedrohlichen Nachrichten, die seine Familie erreicht hatten.
Tennis-Star offenbart Schockierendes
Tennis-Star offenbart Schlimmes
In der Pressekonferenz machte Berrettini deutlich, wie nah das Thema den Spielern inzwischen kommt. „Es ist ein heikles Thema“, wird er von der Gazzetta dello Sport zitiert. „Ich denke nur, dass wir die Spieler schützen und alles tun müssen, um ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen.“
Besonders drastisch wurde es, als er sagte: „Hier ist mein Bruder: Bei den French Open hat er Nachrichten auf dem Handy bekommen, in denen meine Familie bedroht wurde und Ähnliches.“ Berrettini fordert deshalb „eine stärkere Struktur, ich weiß nicht, ein stärkeres Komitee, um die Spieler zu schützen“.
Drohungen nicht nur gegen Stars
Auslöser der Debatte ist ein neuer Deal: Die USTA hat Kalshi zum „Official Prediction Market Partner“ ernannt und spricht von einer neuen Form der Fan-Einbindung bei zugleich verstärkten Integritätsmaßnahmen.
Allerdings geht es dabei um Wetten. Der 30-Jährige verwies daher auf einen Fall aus dem Frühjahr: Vor der Qualifikation von Indian Wells erhielt Lucrezia Stefanini über WhatsApp Todesdrohungen, sollte sie ihr Match nicht verlieren. Ihr wurden auch ein Foto einer Pistole sowie persönliche Daten ihrer Eltern und ihres Geburtsorts geschickt.
Auch abseits der großen Bühnen sieht Berrettini Handlungsbedarf. Gerade auf der Challenger-Tour habe er „beunruhigende Situationen“ erlebt, teils auch über Videos. „Es ist nicht einfach zu sagen: Du kannst rein und du nicht, weil du nicht weißt, wie sie sich verhalten werden, aber etwas muss definitiv getan werden.“
Er schilderte Matches, in denen er sich unwohl gefühlt habe, weil Zuschauer störten und Dinge taten, „die nichts mit Tennis zu tun hatten, vor allem rund um den Platz“.
Berrettini: Wettgeschäft nicht verteufeln
Trotz der Vorfälle trennt Berrettini zwischen Geschäft und Missbrauch. „Ich denke, wenn es auf die richtige Art gemacht wird, wenn es kontrolliert gemanagt wird und nicht zu einer Entartung des Spiels in Verbindung mit Wetten führt, dann kann es sogar Spaß machen“, sagte er.
Für sich selbst schloss er Wetten aus: „Ich habe noch nie gewettet und ich glaube nicht, dass ich damit anfangen werde. Ich mag keine Casinos, ich mag diese Art von Dingen nicht. Ich glaube, es ist Teil unseres Sports – und viele Gelder auf der Tour kommen von dort.“
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.