Carlos Alcaraz hat angesichts des aus seiner Sicht „unmöglichen“ Tenniskalenders künftig längere Pausen angekündigt. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion will einzelne Turniere auslassen und damit auf die steigende Zahl an Verletzungen reagieren. Das sagte der spanische Titelverteidiger nach seinem Einzug in die dritte Runde der US Open.
"Unmöglicher" Spielplan: Deutliche Kritik von Alcaraz
Alcaraz kündigt „längere Pausen“ an
„Natürlich will ich diese Pause nicht wegen einer Verletzung haben. Aber in Zukunft werde ich einige Pausen einlegen, einige längere Pausen. Vielleicht keine vier Monate, aber einen Monat, zwei Monate, einige Turniere auslassen, weil es unmöglich ist, sie alle zu spielen“, sagte Alcaraz. Der Spanier hatte zuletzt wegen einer Handgelenksverletzung vier Monate gefehlt.
Alcaraz kritisierte vor allem die Belastung für die Profis. „Es ist also unmöglich, und wir sehen, dass sich viele Spieler verletzen, viele Spieler müde werden. Wenn sie nichts dagegen tun, werden wir in Zukunft noch mehr davon sehen“, sagte er.
Alcaraz meistert Hürde nach Start-Problemen
In seinem Zweitrundenspiel gegen den Weltranglisten-72. Jaime Faria aus Portugal benötigte Alcaraz im Arthur Ashe Stadium 2:40 Stunden. Nach schwachem Beginn siegte er souverän mit 4:6, 6:0, 6:3, 6:2. „Das war ein hartes Match. Im ersten Satz hat mir die Geduld gefehlt, aber danach bin ich zum Glück ganz ruhig geblieben“, hatte er sich im Anschluss erleichtert gezeigt. In der dritten Runde trifft er in New York nun zunächst auf den Chinesen Wu Yibing, den aktuell 113. des ATP-Rankings.
Dass Alcaraz von seiner Topform noch ein kleines Stück trennt, wurde vor allem im ersten Satz deutlich. Der Spanier hatte Probleme mit seinem Aufschlag und machte vergleichsweise viele Fehler, was ihn den ersten Satz kostete. Anschließend aber fehlte Faria, der zur Freude des Publikums teilweise großartige Ballwechsel initiierte, die nötige Konstanz in seinem Spiel. Mit acht Spielgewinnen in Folge bog Alcaraz auf die Siegerstraße ein.
Trotz der anfänglichen Probleme untermauerte der Weltranglistendritte abermals seine gemeinsame Favoritenstellung mit dem an Nummer eins gesetzten Hamburger Alexander Zverev. In der ersten Runde hatte Alcaraz die für ihn ungewohnte Nervosität schnell abgeschüttelt und den Russen Roman Safiullin nach einer konzentrierten Leistung in drei Sätzen geschlagen.
Anschließend betonte Alcaraz mehrfach seine Freude über das Comeback nach rund viereinhalb Monate langer Leidenszeit. „Körperlich fühlte es sich ziemlich gut an“, sagte er.