Ein virales Video sorgt bei den US Open (US Open 2026 täglich im LIVETICKER) für Diskussionen über Benehmen auf den Tribünen: Während des Erstrundenmatches zwischen Naomi Osaka und Anastasia Zakharova filmte eine Gruppe Influencer lautstark Content – mitten während laufender Ballwechsel. Der New Yorker Danny Singer hielt die Szene fest, sein Clip wurde auf X millionenfach geklickt.
US Open: Boris Becker schaltet sich in Influencer-Zoff ein
Influencer-Zoff: Becker meldet sich
Der 27-Jährige besucht das Turnier nach eigenen Angaben seit zwei Jahrzehnten mit seiner Mutter und arbeitete früher selbst beim Grand Slam: Von 2013 bis 2016 war er Balljunge. Gegenüber der New York Post erklärte er, er habe sofort an eine mögliche Ablenkung gedacht. „Als ich hörte, dass sie das Video filmen, war ich schockiert, dass das mitten während eines Punktes passierte.“
Auch die deutsche Tennis-Legende Boris Becker schaltete sich am Abend ein: „Ich bin nicht sicher, ob das erwachsene Männer sind“, schrieb der 58-Jährige bei X.
US Open: Diskussionen über Etikette
Auf dem Video ist zu hören, wie die Content-Creator mehrere Anläufe nehmen und eine TikTok-Phrase skandieren, ehe die Schiedsrichterin reagiert. Chair Umpire Paula Vieira Souza richtete eine klare Ansage an die Loge: „Suite hinter mir, bitte nehmen Sie Platz.“ Singer sagte der New York Post: „Das hatte ich in meinen 20 Jahren bei den US Open und meinen drei Jahren als Balljunge nicht erlebt.“
Singer berichtete, die Gruppe habe „zwei oder drei Takes“ gemacht – „nicht großartige Tennis-Etikette“ – und danach weiter gefilmt, dann aber zumindest zwischen den Games. „Das war zumindest ein bisschen besser“, sagte er.
Am Donnerstag reagierten die US Open mit einem Aushang vor dem Louis Armstrong Stadium: „Bitte verzichten Sie während des Spiels auf Blitzlichtfotografie oder andere Beleuchtung. Vielen Dank und viel Spaß beim Tennis!“
Osaka äußerte sich am Donnerstag in einer Pressekonferenz zur wachsenden Influencer-Präsenz. „Wenn du zu einem Sportevent kommst, musst du den Sport respektieren“, sagte sie. Und weiter: „Ich finde, es ist eine Selbstverständlichkeit, sich über den Sport zu informieren – besonders über die Etikette.“
Sie betonte zugleich die Chancen: Das könne „eine gute Sache“ sein, müsse aber „viel besser gemanagt“ werden – gerade angesichts der Störung in ihrem Erstrundenmatch.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.