Alexander Zverev hat nach seinem souveränen Einzug ins Halbfinale der US Open die Ansetzung seines Duells mit Karen Khachanov kritisiert. Der Deutsche muss am Freitag bereits um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) auf den Platz – nachdem er im bisherigen Turnierverlauf stets am späten Abend gespielt hatte.
Zverev angefressen: „Noch nie erlebt“
Zverev angefressen: „Noch nie erlebt“
Vor allem die Reihenfolge der beiden Halbfinals störte Zverev. Frances Tiafoe und Ben Shelton bestritten ihre Viertelfinals bereits am Dienstag und haben damit einen zusätzlichen freien Tag, treten aber erst nach Zverev und Khachanov an. „Ich finde es etwas komisch, dass Leute, die zwei Tage freihaben, jetzt nach uns spielen“, sagte Zverev. „Das habe ich in meinen zwölf Jahren auf Tour noch nie erlebt.“
Zverev muss seinen Rhythmus ändern
Auch der Wechsel auf den Nachmittag bedeutet für Zverev eine deutliche Umstellung. „Ich glaube, ich spiele um 15:00 Uhr“, sagte der 29-Jährige mit Blick auf das Halbfinale: „Das spielt mir mit Sicherheit nicht in die Karten.“ Seine späten Matches hatten auch seinen Tagesablauf immer weiter nach hinten verschoben (US Open 2026 täglich im LIVETICKER).
An manchen Tagen ging Zverev erst zwischen 5 und 6 Uhr morgens schlafen. Diesen Rhythmus behielt er teilweise auch bei, wenn kein Match anstand. Eine frühzeitige Umstellung auf Nachmittags-Tennis hatte er zuvor bewusst nicht angestoßen und darauf verzichtet, um frühere Startzeiten zu bitten. „Gestern habe ich bis 3.30 Uhr Shelton gegen Alcaraz geschaut“, erklärte er.
Andere Bedingungen am Nachmittag
Mit der früheren Ansetzung ändern sich auch die Bedingungen auf dem Platz. Bei den bisherigen Nachmittagspartien herrschten im Arthur Ashe Stadium hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zverev hatte während des Turniers deshalb späte Spieltermine bevorzugt.
Für ein mögliches Finale müsste sich der Deutsche allerdings ohnehin auf einen noch früheren Start einstellen. Das Endspiel am Sonntag beginnt bereits um 14 Uhr Ortszeit.
Dass Tiafoe und Shelton das zweite Halbfinale am Freitagabend bestreiten, kann Zverev angesichts des rein amerikanischen Duells zumindest nachvollziehen: „Es sind halt zwei Amerikaner, die das andere Halbfinale spielen. Das kann ich schon verstehen, dass die dann abends spielen.“
Zverev mit besonderem Grand-Slam-Bestwert
Auf dem Platz war das Viertelfinale zuvor eine klare Angelegenheit. Gegen Botic van de Zandschulp setzte sich Zverev mit 6:2, 7:5, 6:1 durch. Damit erreichte er erstmals in seiner Karriere bei allen vier Grand-Slam-Turnieren einer Saison das Halbfinale. Bei den Männern gelang das 2026 keinem anderen Spieler.
Im Halbfinale wartet nun Khachanov. Der Russe profitierte im Viertelfinale von der verletzungsbedingten Aufgabe des Belgiers Alexander Blockx, der beim Stand von 6:2, 7:5 und 3:2 aus Sicht Khachanovs nicht weiterspielen konnte.